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Peca
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 24.10.2011
Beiträge: 266

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BeitragVerfasst am: 22.08.2012, 07:28    Titel:   Antworten mit Zitat

Meine beiden Mulis sind vom Charakter her sehr unterschiedlich, wie sie aufgezogen wurden, weiß ich (noch) nicht genau. Da aber beide aus guter französischer Zucht stammen und keine ungewollten Weideunfälle sind, gehe ich mal davon aus, dass auch eine artgerechte Aufzucht stattgefunden hat. Beide Maultiere sind sehr umgänglich und zeigen keinerlei Unarten. Volage ist sehr sensibel, Afinette genau das Gegenteil. Trotzdem halten beide, den von mir geforderten Abstand ein. Das Verhalten, dass die Mulis in der Herde zeigen, würde ich, wenn ich das unter Pferden beobachten würde, definitiv als dreist bezeichnen. Allerdings scheinen die Pferde kein Problem mit diesem Verhalten zu haben und selbst das, was ich als Schubsen oder gar Anrempeln interpretiere, ist selbst für meine sehr ranghohe Stute völlig ok.. Deshalb der Gedanke, dass diese Art der Annäherung eigentlich nur eine Art der "freundschaftlichen Kontaktaufnahme" ist. Keine Ahnung, ob ich da richtig liege ... verwirrt
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Trabst du noch oder schwebst du schon? RIDE A MULE
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migo
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Beiträge: 107
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BeitragVerfasst am: 22.08.2012, 19:26    Titel:   Antworten mit Zitat

Migo verhält sich anderen Pferden oder Personen nicht so anhänglich,wie bei mir.Dass er bei mir Schutz sucht,habe ich auch schon überlegt.Bisher hatte Migo ja keine Bezugsperson,lebte bis vor guten 3 Wochen immernoch mit der Mutter im Herdenverband.Ich hatte imVorfeld vielüber Maultiere gelesen.Immer wieder wurde das "besondere Vertrauen" erwähnt,sonst könne man die Beziehung vergessen.Ev.habe ich da einen fehler begangen.Die ersten Tage habe ich quasi rund um die Uhr mit Migo verbracht,habe sogar im Offenstall geschlafen.Wenn ich jetzt morgens am Stall bin und pfeife,kommt er als erstes Tier angeflitzt.Seit gestern klopfe ich ihm vorsichtig mit der Gerte gegen die Brust,damit er ein wenig Abstand hält.Im Gegenzug muss ich dann später warten,bis er zu mir kommt,damit wir arbeiten können.
Zu den Stimmhilfen ...meine Pferde gingen und gehen hauptsächlich auf Stimmhilfen,egal wie und wo.Und natürlich immer im Zusammenhang mit anderen Hilfen.Migo ist mein erstes Maultier.Mit Pferden arbeite und lebe ich schon mein ganzes Leben,da kenn ich mich auch aus.Mit Mulis nicht.Gerade weil ein Muli immer mein Traum war,will ich da nichts falsch machen.Einerseits lese ich,behandele Mulis wie Pferde,anderseits Mulis sind so ganz anders.Deshalb bin ich auch froh,hier ein Forum und somit Hilfe gefunden zu haben.
Lg Manu
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helga
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BeitragVerfasst am: 27.08.2012, 12:29    Titel:   Antworten mit Zitat

Janni moechte schon, dass sein individualabstand gewahrt bleibt, wenn er es denn will! Blinzeln
Manchmal ist er beim menschen auf schmusekurs mit koerperkontakt, an anderen tagen wehrt er streichelangebote ab.In diesem fall bedraenge ich ihn nicht ,sondern wende mich konsequent ab und geh die pferde schmusen.
ER hingehen nimmt die zeit der fuehrarbeit zur schon fast erotischen kontaktaufnahme mit mir. Er pappt seine nase an meinen arm und versucht mich mit "araber-nasenloechern "und begeistertem schnaufen zu beriechen...egal, ob ich vorher "seine" stute geputzt hab oder mich mit fliegenspray gegen ihn gewappnet habe.Pass ich nicht gleich auf,steigert er sich so rein, dass er mich leicht zwickt.
Es tut mir leid,dass ich dann meine 'leaderposition"herauskehren muss, doch er kann ja auch nicht aufpassen, wo er hinlaeuft und somit ist eine bodenarbeit nicht moeglich.
In diesem fall benutze ich koerper, stimme(neeiin!!) und manchmal auch den stick(lange gerte),um mir mein muli vom leib und im noetigen abstand zu halten.

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Schon das Aeussere des Tieres hat etwas an sich, das dem Inneren des Menschen gut tut.
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helga
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BeitragVerfasst am: 28.08.2012, 21:41    Titel:   Antworten mit Zitat

Im uebrigen hat die stimmhilfe in der horsemanship, also im umgang,bei der bodenarbeit, beim longieren und beim westernreiten sehr wohl ihren berechtigten platz.
Als kommando:z.b. back up, als laut;schnalzen," kuessen' fuer lope, als beruhigung:easy usw.
Es ist gut und richtig, mit dem tier ueber die stimme zu kommunizieren, anweisungen am boden koennen dann folgerichtig fuer die arbeit im sattel uebernommen werden.
Besonders gut ist als beispiel das rueckwaertsrichten :koerpersprache und stimmhilfe richten das tier am boden zurueck. Im sattel hilft dann das kommando "back up" deinem muli,die reiterhilfen zu verstehen.
Mit meinem Janni rede ich ,und es hilft uns beiden!

liebe gruesse von helga

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Klaus
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BeitragVerfasst am: 28.08.2012, 23:34    Titel:   Antworten mit Zitat

In der Arbeit mit Tieren gibt es immer verschiedene Ansätze und Glaubensrichtungen.
Der eine hat Erfolg mit seiner Körpersprache und wird zum Schweiger.
Das ist vollkommen in Ordnung.
Mir z.B. geht das vollkommen gegen meine Natur und meine Stimme ist für mich ein wichtiges Mittel.
Ich stelle mir gerade vor wie ich mittels Körpersprache mit meinen Pferden ( mules) auf dem Bock sitzend kommuniziere. Je nach Anspannungsart wird ja auch schon mal mit sogenannten Scheuklappen gefahren.
Irgendwie geht das nicht, kann also nicht der heisseste Tip in der Erziehung sein.
Bei keinem der bei Euch oft genannten US Ausbildern, und ich kenne einige, wird auf Stimmeinwirkung verzichtet.
Auch Linda T. , von der ich eigentlich am meisten halte, wenn es darum geht, das gesehene und erlernte umzusetzen, würde nicht auf Stimme verzichten.
Bei meinen Mules war auch das weichen, also Raum respektieren, ein Problem.
Ganz schlimm war es am Anfang wenn es ums Futter ging, da kam schnell die Hinterhand rum.
Das ohne Stimmeinsatz, und zwar energisch, zu lösen, erscheint mir auch im nachhinein als Unding.

LG
Klaus
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migo
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Beiträge: 107
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BeitragVerfasst am: 29.08.2012, 20:22    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich habe mit Migo jetzt einiges ausprobiert und glaube Blinzeln eine guten Mittelweg gefunden zu haben.Bedrängt er mich zu sehr,stapfe ich kräftig mit einem Fuss vorwärts in seine Richtung,baue mich vorher auf und sage back .Und es klappt,er setzt einige Schritte zurück,bis er mir wieder auf die Pelle rückt.Das machen wir,in aller Ruhe,solange,bis er wirklich nachhaltig Abstand hält.Mit der Gerte in der Hand,wie bei Linda T.(von der ich auch sehr viel halte und viel bei Pferden anwende) hat es nicht funktioniert.Migo braucht die Gerte nur zu sehen und flüchtet panikartig und ich brauch ewig,bis ich ihn wieder eingefangen habe.So wie wir es jetzt machen,gefällt es uns beiden besser.Wie wichtig Körpersprache ist,sehe ich täglich im Roundpen.Wenn Migo frisch fröhlich seine Runden dreht und ich mich ,entgegen seiner Laufrichtung drehe,bleibt er promt stehen.Bleibe ich aber paralell zu ihm und versuche ihn nur mit der Stimme zum Schritt oder Halten zu bringen (bei meinen Pferden klappt das immer ),reagiert er gar nicht.Also benutze ich sowohl Körper,als auch Stimme.
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Klaus
Gast








BeitragVerfasst am: 30.08.2012, 13:34    Titel:   Antworten mit Zitat

Alle Tipps und Anweisungen sind immer wunderbar.
Leute, also US Gurus , welche in Deutschland hoch angesehen sind, sind das nicht automatisch auch in Nordamerika... oder schon nicht mehr.
Umgekehrt gilt das natürlich auch, oft geben Deutsche den Guru in NA, speziell wenn es um das Fahren und Dressur geht.
Ich hätte Dir gerne geraten etwas massiveres als eine Gerte zu benutzen.
So was wie einen massiven Stock, halt etwas was sich nicht biegt, um damit den Abstand her zu stellen.
Das erübrigt sich aber, da Dein Muli ja nicht zwischen Gerte und Stock unterscheidet.
Letztendlich muss doch jeder "seinen" Weg finden und die Gurus kochen auch nur mit Wasser.
Zum Glück bist Du ja schon einen Schritt weiter.

zu Gurus : meine Frau nahm vor ca. 17 Jahren im Odenwald an einem Seminar teil.
Ihre massive Oldenburger Stute, ein Lamm im Umgang, war etwas indisponiert
und die GURUneuse ? wollte korrigieren indem sie mit der Longe " die Schlange"
nachahmte.
Voller Erfolg für unsere Stute, diese lies sich nicht ins Boxhorn jagen,
kam auf die entsetze Dame zu , worauf die GURUneuse sich hinter der Bande in
Sicherheit brachte.
Auch später, wenn die Stute nur in Ihre Nähe kam, verschwand die Dame hinter
irgendwelchen Hindernissen.


LG aus Nova Scotia

Klaus
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