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Mulis und PNH Teil I   
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Beate
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BeitragVerfasst am: 14.12.2004, 11:26    Titel: Mulis und PNH Teil I   Antworten mit Zitat

Hallo,
da hier die PNH-Anhänger immer mehr werden, und wir sicher alle von ihnen lernen können, mache ich hier mal eine eigene Box auf und hoffe, daß hier einiges Interessante geschrieben wird.
Gruß
Beate

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miraculix
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BeitragVerfasst am: 14.12.2004, 17:09    Titel:   Antworten mit Zitat

...das passt sicher zu diesem Thema:

Gestern war ich an einem Pferdemusical, das sich der PNH-Instruktor Berni Zambail mit seinen Schülern und Freunden und ihren Pferden ausgedacht hatte. Sie spielten eine Indianer-Geschichte, wunderschön... Die Pferde waren auch bei lauter Musik, Blitzlichtern und vielen Zuschauern total gelassen. Die Harmonie zwischen Pferd und Mensch war wirklich da. Das absolute Highlight des Abends war Adrian Heinen mit seinem Schimmelmuli Don Alfredo. Unglaublich, was dieses Paar zeigt! Man muss es schon selber gesehen haben, so mit Beschreibungen werd ich den beiden nicht gerecht.
Dieser Abend hat mir wieder einmal gezeigt, dass PNH eine wirklich tolle Sache ist. Ich kann jedem empfehlen, sich einmal damit zu befassen. Es macht nämlich riesigen Spass!

Bin auch gespannt auf weitere Beiträge!

Gruss
Isabella

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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 16.12.2004, 23:20    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich kam über PNH zum Umgang mit Pferden nachdem meine drei Frauen mit Reiten angefangen hatten. Die Erfahrungen die ich damit machten, ermutigten mich mir ein Maultier zuzulegen. In der Vorstellrunde habe ich darüber bis jetzt unter Erstkontakt berichtet.
Für mich ist das PNH System eine große Hilfe, und die Erkenntnisse der Verhaltensforschung, die ihm Zugrunde liegen, sind aktueller Stand der Wissenschaft und sind damit auch reproduzierbar. Man muss keine Tricks üben sondern lernt Kommunikation mit dem Tier und die beachtung seiner natürlichen Bedürfnisse.
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Beate
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BeitragVerfasst am: 16.12.2004, 23:33    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Holger,
ich finde Deine Beiträge über Raffaela auch seehr interessant.
Nur: Bist Du bitte so lieb und schreibst hier in der Rubrik weiter, denn die Berichte sind unter "Vorstellung" nicht so ganz richtig am Platz. Danke und weiterhin viel Spaß.... Lächeln
Beate

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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 05.01.2005, 21:54    Titel:   Antworten mit Zitat

PNH mit Rafaela:
Unter Vorstellung-Erstkontakt der Beginn unserer Geschichte:
http://www.s4.forumfactory.com/cgi-....p;thread=211&page=1#3

Wocheende 1.-2.Januar 2005:

Nach einigen "Rückschlägen" in der Weihnachtszeit habe ich wieder den Anschluss gefunden.
Nachdem ich mich zunehmend der Hinterhand von Rafaela zugewandt habe und auch schon Fortschritte gemacht hatte scheute sie plötzlich wieder wenn mn sich ihrem Kopf näherte.
ES gab ja kaum noch Schwierigkeiten Rafaela an und zwischen den Ohren zu streicheln und so begann ich mit viel Zeit immer mehr die Hinterhand zu streicheln. Zu erst näherte ich mich mit der Hand über die Kruppe und streichelte immer weiter hinunter bis ans Sprunggelenk und streichelte sie auch im besonders empfindlichen Bereich der Knie. Dann wiederholte ich das gleiche mit einer weichen Putzbürste und zum Abschlus mit dem Carrot-Stick. Das ganze natürlich auf beiden Seiten. Dann kamen die Weihnachtsfeiertage an denen wir nicht bei den Tieren waren.
Als ich das nächste Mal mit Rafaela spielen wollte scheute sie wieder.bei der Annäherung an die Ohren.
Also wieder mit Ruhe, Geduld Annäherung und Rückzug Friendly-Game. Dazu ging ich ohne Zeitdruck in unser Round-Pan. Am Ende lag ihr Kopf in meiner linken Armbeuge, ich streichelte mit der linken Hand ihre rechte Ganasche sowie den rechten Ohransatz und auch den Hals, und mit der rechten Hand streichelte ich sie am Hals zwischen den Ohren und vor allem das linke Ohr. Das Gleiche ging auch von der rechten Seite.
Daran konnte ich gut anknüpfen.
Das Spielen und die Vertrauensbildung verlagerte ich am letzten Wochenende ins Gelände.
Zuerst ein Spaziergang von ca. 10km am Samstag in Begleitung von Marit-Inga mit ihrem Pony Prinz. Dabei konzentrierte ich mich auf das Friendly-Game und die Führpositionen.
Am Sonntag unternahm ich mit Rafaela dann einen sehr ausgedehnten Spaziergang von ca. 20km .
Auf der Strecke standen zuerst wieder Friendly-Game und Führpositionen im Focus. Nach ungefähr halber Strecke kamen wir an Naturhindernissen aus Baumstämmen vorbei. Bereits über den ersten Stamm stieg sie bereitwillig und so versuchte ich es an einem Hinderniss von knapp 50cm Höhe und ein vergleichbare Tiefe. Es bedurfte nur einer Aufforderung und Rafaela sprang bereitwillig darüber, Schwiegermutterblick auf die Kruppe und etwas Zug am Leadrop und sie wendete sich mir zu und ich konnte sie streicheln. Dann die andere Richtung mit Erfolg, streicheln und nach dem dritten Mal gab es auch noch ein Leckerli. Anschließend noch zwei Sprünge und wir setzten den Weg fort. Unterwegs kamen wir nach ca. 2 km an einer Bank ohne Lehne vorbei. Auch dort sprang sie bereitwillig und ohne Probleme drei mal rüber. Auf dem Rest des Weges ging ich öfter im Bereich der Sattellage und sreichelte ihren Rücken und die gegenüberliegende Seite. Hier war sie Anfangs nervös und ich besckänkte mich auf die Stellen die sie willig akzeptiert.
Nächstes Wochenende werde ich zuerst mit ihr im Round-Pan spielen und dann ins Gelände gehen.
Es ist ein tolles Erlebniss mit ihr zu spielen und es ist egal wie lange es dauert bis ich sie reiten kann.
Auf jedenfall werde ich mir auch Support bei Birger holen denn man kann sich selber nicht ausreichend kontrollieren und dazu bin ich noch zu sehr Anfänger der auch an sich selber arbeiten muss.

[Editiert durch Caprivi ein Mittwoch, Januar 5, 2005 @ 21:21]
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 08.01.2005, 23:14    Titel:   Antworten mit Zitat

Das Wetter dieses Wochenende lässt uns nicht viel Spielraum.
Der Sturm bringt doch viele Einschränkungen mit sich.
Heute haben wir also nicht gespielt oder gar einen Spaziergang unternommen.
Die Kontakte haben aber gezeigt, dass das Vorgehen der letzen Male Erfolgversprechend sind. Rafaela lässt sich zunehmend auch am Kopf und besonders den Ohren streicheln und ich hatte nie Schwierigkeiten sie am Halfter zu nehmen und das Leadrope zu befestigen.
Sollte der Sturm sich morgen legen werde ich einen Kurzen Spaziergang mit ihr machen und dabei die sieben Spiele spielen.
Auch die kleinsten Fortschritte mit ihr bringen eine Große Erfüllung und einen großen Spaß.
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 18.01.2005, 00:13    Titel:   Antworten mit Zitat

Sonntag 09.01.05
Das Wetter hat sich versöhnlich gezeigt und wir haben den Spaziergang unternommen. Vorher war aber Putzen angesagt. Dabei war es kein Problem, mit einem Striegelhandschuh Rafaela an Kopf, Hals und vor allem den Ohren zu putzen. Dadurch ermutigt, habe ich mich auch wieder an die Hinterhand gewagt und konnte beide Beine bis zum Fesselgelenk putzen.
Der Spaziergang anschließend war eine Herausforderung, aber brachte keine unlösbaren Probleme. Es ist einfach erstaunlich, was die Tiere mit ihren Sinnen, besonders Hören und Riechen, aufnehmen und uns damit voraus haben. Besonders der Bahnübergang war heute eine neue Herausforderung. Obwohl wir schon etliche Zugvorbeifahrten erlebt haben, zeigte sich Rafaela heute besonders unruhig. Mit etwas Geduld konnte ich sie jedoch überzeugen, sich mit mir dem vorbei fahrenden Zug zu nähern.
Heute haben wir ein neues Squeeze-Game gespielt. Entlang unseres Weges gab es zahlreiche Knicks (ca. 1-2m hohe Erdwälle zur Begrenzung von Feldern, die in der Regel durch Buschwerk und Bäume befestigt sind), die sich zum Spielen anboten. Ich sand Rafaela Richtung Knick in der Erwartung, dass sie darauf steigt. Nachdem sie beim ersten Mal die Lücke zwischen mir und dem Knick durchlief, stieg sie beim zweiten Mal willig und behend auf den Knick und stieg genau so geschickt wieder herunter. Dabei spielte im Laufe des Spazierganges die Höhe keine Rolle mehr, sogar auf einen knapp 2m hohen Knick konnte ich sie schicken und mit ihr dort oben den Weg fortsetzen. An einer anderen Stelle überstiegen wir gemeinsam einen Knick auf ein unbestelltes Feld und wieder zurück.
Es machte ihr sichtlich Spaß.
Am Ende des Spazierganges spielte ich auch noch das Sideways-Game#6 mit und ohne Anlehnung.
Die Anfänge waren viel versprechend.
In den nächsten Wochen gilt es ihre Angst an der Hinterhand zu nehmen und ihr Vertrauen zu mir und den Menschen aufzubauen.
Es war einfach ein gelungener Tag.
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 18.01.2005, 00:14    Titel:   Antworten mit Zitat

Das Wochenende haben wir ausführlich genutzt.

Samstag 15.01.05

Samstag war der Tag der intensiven Bodenarbeit, Herrausforderungen und Basics. Parelli sagt man solle sich attraktiv machen.
Rafaele ließ sich auf der Weide bereitwillig das Leadrope einhängen und zum "Putzplatz" führen. utzplatz ist für Rafaela die gesamte Hoffläche. Sie wird nicht angebunden und hat so die Möglichkeit zum Ausweichen. Ich versuche zu unterscheiden, ob sie aus Angst ausweicht, dann nuzen wir Annäherung und Rückzug um ihr Vertrauen zu stärken. An Stellen an denen sie sich meistens Putzen lässt bestehe ich darauf das sie stehen bleibt und hole sie zurück.
Nachdem sie von Erde befreit war ging es in die Reitbahn. Zuerst die sieben Spiele, wobei am Anfang das Friendlay Game #1 mit dem Carrotstick stand. Da gilt es noch viel Vertrauen zu gewinnen aber sie akzeptiert schon Berührungen in sehr vielen Bereichen. Sensibel sind noch die Ohren und die Zone 4. Das wirkt sich natürlich auf die Spiele aus.

z.B. Porcupine hinten vorerst in mit der Hand.

Zum Squeeze Game #7 nutzte ich den Zaun, dann ein Cavaletto als Hindernis und dann zwei liegende Ölfässer. Es war einfach super wie schnell sie ohne Not über die Fässer sprang. Nach jedem Sprung, überhaupt nach jedem positiven Schritt Friendly-Game #1 wobei ich auch noch mit einem Belohnungston und einem Leckerli verstärke.

Am Ende Friendly Game #1 und entspannt auf die Weide.

Sonntag 16.01.05

Aufgrund der relativ guten Wetterprognosen hatte ich mich für 13.00 Uhr mit einer Freundin zu einem meiner ausgedehnten Spaziergänge verabredet.
Nachdem ich frühzeitig auf dem Hof war und die Koppeln abgeäppelt hatte, wollte ich Rafaela nehmen um sie zu Putzen, mit ihr noch die sieben Spiele zu spielen und dann den Spaziergang zu machen.
Sie war das letzte Tier auf der Weide und eigentlich sollte es kein Problem sein sie zu nehmen.
Das sah sie anders. Frühzeitig wich sie mir aus und ich hatte keine Chance in ihre Nähe zu kommen. Daher öffnete ich das Round Pan und machte es ihr überall unbequem ausser in dem Bereich Richtung Round Pan und in dem selben. So wih sie schließlich ins Round Pan aus, ich schloss es ruhig und stellte mich auf den Mittelpunkt. Mit Hilfe meiner Frau spielten wir das Catching Game und es dauerte nicht mehr lange und sie wendete sich mir zu, blieb ruhig und akzeptierte meine Annäherung und das Befestigen des Leadrope.
Nach dem Putzen spielten wir noch die sieben Spiele bis unsere Freundin kam. Während des Spazierganges (Marsch ca 17 Km) machte ich äußerst wenig Spiele, sondern der Spaziergang sollte für alle eine Entspannung sein. Es boten sich jedoch Naturhindernisse an über die ich gemeinsam mit ihr sprang bevor ich sie darüber springen ließ. Auch ein besonders hoher Knick von 2 Metern Höhe nutzte ich ließ sie auf den Knick steigen und darauf entlang laufen.
Die Leichtigkeit und Sicherheit mit der sie das macht ist einfach begeisternd.

Die Spaziergänge/Märsche werden wohl Standart werden.
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miraculix
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BeitragVerfasst am: 18.01.2005, 13:55    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Holger

Ich finde es toll von dir, dass du deinem Muli das Vertrauen schenkst und es unangebunden putzt. So kann dir Rafaela bestens mitteilen, was sie von dir hält. Ob sie es geniesst, an dieser Stelle geputzt zu werden oder ob sie es dir noch nicht erlaubt.
Ich bin momentan auch oft zu Fuss unterwegs mit Mira. Wenn man die Augen ein bisschen offen hält, findet man so viele Herausforderungen!
Unsere Herausforderung war das Game 5, das Circling Game am 7 m Seil, auf einer Wiese. Da bin ich mehr als einmal am Ende des Seiles angekommen weil Mira irgendwelche Spiele mit mir spielen wollte. Mira ist aber immer sofort stehen geblieben und ein Schwiegermutterblick meinerseits hat genügt und sie hat mit der Hinterhand kehrt gemacht und ist zu mir zurück getrottet.

ja, und Sprünge und 'Knicks' sind wahrlich herrliche Hindernisse!
Mein tollstes Game in letzter Zeit war folgendes: ich habe Mira zwischen zwei Baumstämme am Boden hineingeführt, hab mich auf den einen gesetzt und so Yoyo gespielt. Total konzentriert und fleissig ist Mira zwischen den Stämmen bis ans Ende des 7 m Seiles rückwärts gegangen und auf ganz feine Zeichen wieder zurück zu mir gekommen.

Weiterhin viel Spass mit deiner Rafaela!

Grüsse Isabella

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BeitragVerfasst am: 23.01.2005, 22:34    Titel:   Antworten mit Zitat

Am Donnerstag hatten wir einen Termin mit dem Schmied und vorsorglich mit dem Tierarzt um bei Bedarf zu sedieren. Nachdem wir die Vorderhufe kontrolliert hatten waren wir uns einig, das wir auf eine Kontrolle der Hinterhand verzichten und damit die Sedierung vermeiden. Es ist mit einfach wichtig, das Rafaela so wenig wie möglich Stress um die Hinterhand bekommt, um ihre Ängste möglichst bald zu überwinden.
Dieses Wochenende gab es dann nur den Spaziergang.
Vorher holte ich Rafaela ohne Probleme von der Weide. Sie ließ sich das Leadrope sofort anlegen und ging willig mit. Beim Putzen machten wir aber unter ihrem Ausweichen die große Tour über den Hof, aber mit bedingtem Erfolg. Über die Ferse an der Hinterhand kam ich nicht hinaus. Das wird nächste Woche forciert.
Auf unserer dreistündigen Wanderung scheute sie vor einenm neuen, gelben Weidetor. Das nutzte ich dann für ein Squeezegame bis sie das Tor nicht mehr störte. Im weiteren hatten wir viel Spaß mit dem Überspringen von diversen Baumstämmen und zwei Bänken und dem Erklimmen von einigen Knicks. Ein sehr steiler sollte eine besondere Herausforderung sein, war aber kein Problem, vielmehr zeigte sie Qualitäten einer Gems.
Ich hoffe das Wetter beschert uns bald trockenere Tage, so dass ich im Roundpan intensiver an das Aufnehmen der Hinterhand gehen kann. Dazu bedarf es aber noch einiger vertrauensbildender Maßnahmen.
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BeitragVerfasst am: 30.01.2005, 23:14    Titel:   Antworten mit Zitat

Es ist schon eine Herrausfordrung mit Rafaelas Ängsten fertig zu werden.
Gester war ich mit ihr ca. zwei Stunden im Round Pan. Auf das Leadrope habe ich ganz verzichtet und nur das Friendly Game#1 mit ihr gespielt. Hier suche ich immer wieder nach dem richtigen Timing um ihr Sicherheit zu geben. Endlich ist es aber gelungen mit dem Carrrotstick und dem Savvystring die Hinterhand zu berühren.
Ich habe immer wieder an allen möglichen Stellen den Savvystring um die Hinterhand geworfen und sie hat es geduldet. Nur fehlt es mir noch an der Entspannung.
Heute wurde es ein entspannter Spaziergang auf dem ich das Friendly Game#1 nur soweit eingebaut habe wie Rafaela entspannt reagiert hat um ihr Sicherheit und Vertrauen zu geben. Bei den Stops habe ich sie immer wieder gestreichelt und nur ganz vorsichtig ihre Problemzonen berührt.
Ich habe dann ein neues Hinderniss entdeckt, ein dickes Baumstück, das über einen grabenähnlichen Einschnitt liegt. Nach drei Anläufen ist sie nicht mehr ausgewichen und über den Stamm gesprungen. Das haben wir dann einigemal wiederholt und dazwischen immer durch Friendly Game#1 belohnt.
Leckerlis sind nur noch die Ausnahme.
Für mich und mein Vorankommen sind die Lektionen gefolgt von den Selbstreflexionen sehr wichtig. Wenn es sich zeitlich wieder besser gestallten lässt, werde ich dazu auch Videomitschnitte nutzen.
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 08.02.2005, 00:16    Titel:   Antworten mit Zitat

Dieses Wochenende war ein Erfolg.
Es begann am Freitag. Nachdem ich die Koppel abgeäppelt hatte (5 Schubkarren), wollte ich mit Rafaela spielen. Aber sie ahnte schon auf 50 Meter, dass ich sie holen wollte. Nun, ich habe sie laufen lassen und als die zwei anderen die Koppel gewechselt hatten, habe ich den Durchgang geschlossen. Nun war die Süße mit mir alleine. Es brauchte nur zwei Anläufe und sie ließ sich das Leadrope anlegen. Vorher hatte ich sie weggeschickt, als sie mir ihr Hinterteil zudrehte und einfach gewartet, bis sie sich mit zuwendet.
Am Führseil brachte ich sie ins Round Pen und stellte die beiden Pferde zurück auf die Koppel.
Links auf der Reitbahn meine beiden Töchter bei unterhaltsamer Bodenarbeit, sie ließen ihre Pferde über Fässer springen, Svantje ritt ihre Lektionen mit zwei Sticks und versuchte sich auch reitend (erfolgreich) an den Fässern.
Rechts auf der Weide zwei Pferde und
in der Mitte, in der Spielbahn Rafaela mit mir im Round Pen.

Das Leadrope nutzte ich nur noch um Rafaela damit schicken zu können.
Beim ersten Mal, nach einer halben Runde hielt sie an, drehte sich mir zu und ich hatte ihre Aufmerksamkeit. Ich drehte mich weg, so dass ich sie grade noch im Augenwinkel sehen konnte und ging hin und her, und sie folgte mir mit beiden Augen. So näherte ich mich langsam und als ich sie ereichte, begann ich vorsichtig mit dem Friendly Game#1. Sie ließ sich an Hals, Ohren und Kopf von allen Seiten anfassen.
Das ermutigte mich nun auch Richtung Widerrist zu streicheln und begann auch mich den Vorderbeinen zu nähern. Bei leichtem Druck auf die Kastanie gab sie mir ihren linken Huf. Das gleiche auch auf der rechten Seite.
Nach diesem Erfolg bedrängte ich sie auch nicht weiter, denn at Liberty das FriedlyGame#1 in Zone 2 zu spielen war mehr als ich erwartet hatte.

Samstag war ich beim Maultierstammtisch in Walsrode, bei "Equo Vadis", und so konnte ich die Süße nicht sehen.

Aber Sonntag, konnte ich an den Freitag anknüpfen.

Um 11.45 kam ich zum Stall, und Rafaela stand mit unserem Holsteiner und ihrem Freund dem Schecken auf der Weide. Ich sah mich schon wieder Meilen in der Koppel zurück legen.
Als Rafaela mich (mit dem Leadrope) kommen sah, versuchte sie sich zwischen den anderen zu verstecken. Also ging ich hin, sie rennt weg, und ich begrüße die beiden Pferde. Die lassen sich stets ohne Aufhebens nehmen, ich streichelte beide kurz und ging dann auf Rafaela zu. Die wendet sich ab und ich "unterstütze" sie indem ich den Karabiner hinter ihr her warf. Madame starte durch, galoppiert ein paar Sprünge, verlangsamt und hält mit beiden Augen mir zugewendet an. Ich 90Grad nach links und von ihr weg, sie mit beiden Augen hinter her, ich eine Drehung zur andern Seite und wieder folgt sie mir mit beiden Augen. Also ich in einem Bogen auf sie zu. Rafaela wartet, läßt sich an den Ganaschen streicheln und ich kann ohne Streß das Führseil befestigen.
Diesen Erfolg mußte ich sofort nach Hause melden.
Nach dem ich Rafaela das Knotenhalfter angelegt hatte putzte ich die lehmige Erde aus ihrem Fell und startete um 12.30 Uhr zu einem echten Marsch. Wir waren 4h25min unterwegs und haben dabei nicht getrödelt. Unterwegs ließ ich sie über ein paar Baumstämme springen und belohnte sie für ihre Aufmerksamkeit bei den Führspielen durch Streicheleinheiten.

Kurz vor unserem Stall gehen wir immer an einer Grundstücksmauer entlang. Der Rasen auf dem Grundstück schließt mit der Oberkannte der Mauer ab. Heute hatte sich an der Kannte ein Maulwurf verewigt und Rafaela erschrak vor dem Maulwurfhaufen. Ich holte sie an den Haufen, ließ sie Schnuppern und sie zog sich zurück. Beim zweiten Mal klappte es mit der Kommunikation nicht so recht und Rafaela sprang aus dem Stand die 60 cm hohe Mauer hoch und stand im Garten. Nach kurzer Aufforderung sprang sie auch wieder herunter.
Bis in den Stall ließ ich mir nicht anmerken, daß die Strecke heute schon heftig war, aber super Wetter und der Weg als Ziel, das war einfach toll.
Ich wollte einfach so lange wie möglich mit ihr alleine sein und das ist super gelungen.
An dem Erfolg am Freitag im Round Pen und heute beim Holen von der Koppel sehe ich für mich, daß ich auf einem richtigen Weg bin. Schon jetzt habe ich soviel Freude mit dem Tier, daß ich die Herausforderung nicht scheue.
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BeitragVerfasst am: 13.02.2005, 23:13    Titel:   Antworten mit Zitat

Auch dieses Wochenende hat uns deutlich nach vorne gebracht.
Nachdem ich am Freitag die Methode zur Annäherung an die Hinterhand geändert habe, und erste Anzeichen für mehr Erfolg erkannte, habe ich dem Wetter zum Trotz alle drei Tage daran gearbeitet.
Nach der Umstellung am Freitag

[ZENTRIEREN]Ich habe mein Vorgehen überdacht und einen neuen Ansatz probiert.
Nachdem ich beim Putzen bis an das Sprunggelenk kam habe ich auf diesem weg aufgehört.
Nach einer Pause habe ich mich bei angewinkeltem Arm mit der Hand der Hinterhand genähert.
In dem Moment in dem sie anfängt auszuweichen habe ich den Abstand beibehalten und bin ihr gefolgt.
Wenn sie stehen blieb habe ich bei gleichem Abstand angehalten und wenn sie aufhört mit dem Schweif zu wedeln nehme ich die Hand sofort runter.
So konnte ich den Abstand immer weiter verringern.
Dies scheint erfolgversprechend zu sein, nur muss ich noch am Timing arbeiten.
Heute habe ich für die Annäherung auf den Carrot Stick gewechselt.
Selber bin ich auf Höhe der Schulter geblieben und habe die Annäherung an die Hinterhand mit dem Carrot Stick durchgeführt. Solange sie gewichen ist, habe ich den Abstand beibehalten, und wenn sie stehen blieb habe ich den Stick zurückgenommen und nach einer Pause wieder neu angesetzt. Ich habe vor allem auf das Halten reagiert und nicht erst auf das Ruhighalten des Schweif, wobei der ein sehr guter Indikator für ihre Anspannung ist.
Hin und wieder habe ich auch Zonen berührt und gestreichelt die relativ gut zu berühren sind. Es gelang mir dann auch unterhalb des Sprunggelenks die Beine zu streicheln.
[/ZENTRIEREN]

habe ich unter dem Eindruck des Orkans und der starken Niederschläge am Samstag "nur" geputzt.
Heute sollte wieder ein Spaziergang gemacht werden.
Aber Rafaela fühlte sich auf de Koppel in der Gruppe sehr wohl und fand immer wieder einen Begleiter, der mit ihr Reßaus nahm! So mussten erst Zwe Tiere von der Koppel geholt werden bis ich die Aufmerksamkeit von Rafaela bekam. Sie rannte nicht mehr weg, "gab" mir beide Augen und ließ sich anstandslos das Seil am Halfter befestigen. Nun war die Zeit soweit fortgeschritten, dass ich lieber weiter an der Hinterhand gearbeitet habe,
Zu erst war Putzen angesagt und anschließend versuchte ich mich mittels der anderen Technik an der Hinterhand. Das ganze geschah mit gutem Erfolg, so dass ich am Ende ca. 20 Minuten je Hinterhand damit zubrachte diese mitttels des Carrot Stick auf ganzer Länge, von Vorne und Hinten sowie auch Aussen und ein wenig von Innen zu streicheln. Dabei bezog ich auch die Unterseite des Schweifes mit ein. Insgesamt waren wir über vier Stunden beschäftigt.
Nächstes Wochenende habe ich leder nicht soviel Zeit, und ich muss mich auch darauf einstellen, dass der Erfolg dieses Wochenendes noch vielfach erarbeitet werden muss.
Wie sagt Parelli:
Code:
"Take the time it takes, and it takes less time"

Und Zeit, und Spaß, haben wir Blinzeln
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BeitragVerfasst am: 20.02.2005, 22:49    Titel:   Antworten mit Zitat

Heute haben wir an der Vorgehensweise mit Annäherung und Rückzug weiter gemacht, dabei aber eine besondere Variante erlebt.
Nachdem ich die Annäherung an die Hinterhand ohne einen deutlichen Rückschritt wiederholte ging ich daran Rafaela mittels des Jojo Game in den Anhänger zu holen.
Da es noch nicht möglich ist mit ihr das Driving Game, das Circling Game und das Squeeze Game in ihrer strukturierten Form zu spielen behelfe ich mich mit dem Jojo Game.
Auf dem Anhänger jedoch kam wieder ihre Unsicherheit an der Hinterhand zu Tage. Ich stand vorne an ihrem Kopf und Karin sollte die hintere Stange schließen. Rafaela schlug sofort heftig mit dem Schweif und trat nach hinten aus. Daraufhin wendeten wir die Methode von Annäherung und Rückzug an, und Karin nährte sich mit der Hand Rafaelas Kruppe und hielt inne sobald sie mit dem Schweif schlug, hörte Rafaela mit dem Schweifschlagen auf nahm Karin ihre Hand weg und begann nach einer Pause von Neuem, solange bis sie ohne Probleme die Kruppe streicheln konnte. Dann nahm sie die Stange, hob sie langsam an und schloss sie hinter Rafaela.
Anschließend begannen wir unseren Holsteiner neben Rafaela zu verladen. Das ertrug sie problemlos.
Nachdem auch Cuddel verladen war, haben wir eine kurze Fahrt mit beiden gemacht. Nach ca. 15 min hielten wir a, gaben beiden eine Möhre und fuhren zurück zum Stall.
Dort kam die Stunde der Wahrheit.
Nach dem Öffnen der Klappe beruhigte Karin Cuddel noch einmal mit dem Belohnungston. Ich konnte die Stange öffnen ohne das Cuddel dagegen drängte und er kam erst nach Aufforderung ruhig aus dem Anhänger.
Dann ging ich auf seinen Anhängerplatz, befestigte das Leadrope am Halfter und löste den Anbindestrick. Anschließend streichelte ich Rafaela am Hals und Rücken und öffnete die Hinterstange. Auch Rafaela blieb ruhig stehen.
Daraufhin drehte ich mich so dass ich parallel zu ihr stand und hob mit dem Leadrope den Karabiner nach hinten und forderte sie so auf mit mir rückwärts aus dem Anhänger zu gehen.
Dieses Rückwärtsgehen habe ich mit ihr bei den Spaziergängen immer wieder praktiziert, und so ging sie mit mir entspannt und ruhig vom Anhänger.
Anschließend gingen wir mit beiden zu einer nahe gelegenen Weide, wo sie fressen durften.
Nach diesen positiven Erlebnissen stellten wir keine neuen Forderungen.



[Editiert durch Caprivi ein Sonntag, Februar 20, 2005 @ 21:50]
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BeitragVerfasst am: 03.04.2005, 21:42    Titel:   Antworten mit Zitat

In den letzten Wochen habe ich, soweit das Wetter es überhaupt zuließ, weiter an dem Anfassen der Hinterhand gearbeitet. Die Fortschritte waren merklich wenn auch klein.
Da ich aber nichts Neues probierete, gab es auch nichts zu berichten.
Seit einer Woche stehen die Tiere wieder auf der Weide, so dass wir abends Zeit wieder zum Spielen haben statt Boxenpflege.
Am Freitag gelang es mir endlich Rafaelas Hinterhand zu berühren und mit der Bürste bis zum Huf zu putzen. Sie war auch so entspannt, das sie die Hufe auf der Spitze absetzte und ich diese von unten betrachten konnte.
Deutlich ist, dass sie auf der rechten Seite sehr viel nervöser und ängstlicher reagiert, als auf der linken Seite.
Seit der Equitana weiß ich, dass sie immer unter Zeitdruck gesattelt und aufgetrenst wurde, und dass dies immer zwei Leute machten um sich über ihren Widerstand hinweg setzen zu können. Diese Erfahrungen sitzen sehr tief und es wird noch einige Zeit brauchen diese negativen Erfahrungen Positive entgegen zu setzen. Da mein Timing nicht so perfekt ist und ich das eine oder andere positive Signal übersehe, werde ich auch meine Zeit brauchen.
Gestern machten wir einen großen Schritt nach vorne.
Ich habe Rafaela einfach geputzt und mich dabei wie selbstverständlich auch den Hinterbeinen genährt. Sie zeigte nur noch wenig Scheu und ich konnte die Beine bis zum Huf putzen.
In der Reitbahn haben wir dann die sieben Spiele sorgfälltig durchgespielt.
Dann wagte ich es.
Ich zog meine Reitkappe auf und hüpfte um Rafaela herum, was sie wenig beeindruckte. Es machte ihr keine Angst, sie wich weder links noch rechts aus, so dass ich es wagte an ihren Seiten hoch zu springen. Auch das beunruhigte sie nicht , und ich legte mich jetzt zunehmend über ihren Rücken. Als ich stabil über dem Rücken lag drehte ich mich zum Kopf nahm das Bein über den Rücken und saß zum ersten Mal auf meinem Maultier. Smile War ich stolz.
Das ganze probierte ich von beiden Seiten mit immer dem selben Ergeniss. Dann wagte ich ganz zaghaft über alle Backen zu lächeln und mit den Waden Druck aufzubauen, und tatsächlich, sie setzte sich in Bewegung. Letzendlich sind wir eine ganze Runde im Schritt gegangen.
Heute knöpfte ich an die Erfolge von gestern an.
Nachdem ich sie wieder geputzt hatte, gingen wir in die Reitbahn und spielten die sieben Spiele. Am Anfang stand jedoch ein sehr langes Friendly Game mit dem Ziel den Zügel der Natural Hackamore über ihre Ohren zu bekommen. Hier ist immer noch eine sensibele Stelle die noch eineige Zeit Inanspruch nehmen wird.
Nachdem ich wieder aufgesprungen war und mich auf sie setzen konnte führte ich sie an den Sattel, ließ sie daran schnuppern und versuchte ihn auf zulegen. Dem entzog sie sich in dem sie immer weiter zurück ging.
Also führte ich sie nocheinmal an den Sattel ließ sie daran riechen. Dann hielt ich ihr das Filzpat hin und legte es ohne Probleme auf den Rücken. Also nahm ich wieder den Sattel und diesesmal konnte ich ihn auflegen.
Auch das Durchgreifen zum Aufnehmen des Sattelgurtes war kein Problem.
Ich gurtete und spielte mit ihr abwechselnd, wobei ich sie auch über ein Cavaletto springen ließ, bis der Sattel fest war. Dann wackelte ich intensiv am Sattelhorn, so dass sich Raffaela breitbeinig, stabil hinstellte und ...
stieg in bester Parellmanier auf.
Das Ganze von beden Seiten und dann saß ich in meinem Sattel auf Rafaela und war sehr zufrieden.
Fünf Monate habe ich sie nun, und ich habe schon jetzt jeden Tag mit ihr genossen. Mit dem Aufsteigen dieses Wochenende haben wir einen großen Schritt getan, den ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht erwartet hatte.
Jetzt werde ich aber erstmal die Bodenarbeit verfeinern und vor Allem daran arbeiten Rafaela überall anfassen zu können.
In meinem Vorgehen bleibe ich konsequent bei der Parelli-Methode, da sie immer noch die einzige ist, die mir ohne weitere Unterstützung ERfolge beschert hat.
Im September findet in Schleswig-Holstein ein Kurs mit Walter Weber-Mayr statt den ich fest einplane und auf den ich mich sehr freue.
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