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Mulierziehung   
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Prinzessin
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 20.06.2012
Beiträge: 18
Wohnort: 61169 Friedberg
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BeitragVerfasst am: 24.06.2012, 07:50    Titel: Mulierziehung   Antworten mit Zitat

hallo, mein Muli ist jetzt acht Wochen alt, lässt sich halftern, geht am Strick(neben der Mutter) und lässt sich kurz anbinden.
Was gehört noch zur Erziehung. Sie tritt nach anderen Einstellern, nach mir aber nicht. Soll ihr jetzt schon eine auf den Hintern geben?

_________________
Prinzessin Crissy
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Caprivi
Administrator


Alter: 60

Anmeldungsdatum: 11.10.2004
Beiträge: 2171
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BeitragVerfasst am: 24.06.2012, 22:37    Titel:   Antworten mit Zitat

Mir fällt nur ein,
Um Gottes Willen. Schimpf

Ein Fohlen von acht Wochen gehört zur Mutter und nicht an das Halfter.
Anbinden ist in diesem Alter eine Sünde.

Die Halswirbel sind noch sehr weich an den Gelenkflächen und so kann man die beste Grundlage für eine frühzeitige Arthrose legen.

Das sich das Fohlen gegen die meisten Menschen wehrt zeigt seine Unsicherheit. Wenn Ihr die verstärken wollt, dann haut drauf. Schimpf

Sein Verhalten ist normal, und das darf man doch nicht bestrafen.

Es ist ein Baby, und als solches muss es sein Umfeld kennen lernen. jeder muss sich sein Verrauen erwerben und jeder auf dem Hof muss dazu beitragen, dass das Fohlen sich frei Entwickeln kann.

Die ersten erzieherischen Maßnahmen sind der Mutter vorbehalten.

Ich kann immer noch gar nicht glauben was ich da lese.
Es ist selten, dass ein Beitrag meinen Puls zum rasen bringt.

Zur Erziehung gehören,
Liebe zum Tier,
Vertrauen in die Mutter, und
Geduld bis man Ansprüche stellt und Geduld wenn man Ansprüche stellt.

Was erwartet ihr von einem Säugling?
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Killah
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Anmeldungsdatum: 20.05.2006
Beiträge: 664
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BeitragVerfasst am: 25.06.2012, 10:00    Titel:   Antworten mit Zitat

Danke Holger, du hast so recht.
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helga
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Beiträge: 832
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BeitragVerfasst am: 25.06.2012, 10:34    Titel:   Antworten mit Zitat

.. da sprach der haeuptling und dem ist nichts hinzuzufuegen...
besonders der letzte spruch ist ansage...!

_________________
Schon das Aeussere des Tieres hat etwas an sich, das dem Inneren des Menschen gut tut.
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loonylovegood
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Anmeldungsdatum: 19.09.2008
Beiträge: 333
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BeitragVerfasst am: 25.06.2012, 14:53    Titel:   Antworten mit Zitat

Also, ich bin da etwas anderer Meinung...

Führen und Anbinden gehört für mich - neben überall anfassen lassen und Hufe geben - zum Fohlen-ABC, wobei letzteres ab dem ersten Tag geübt wird, ersteres erst nach ein paar Tagen/2-3 Wochen, wenn das Fohlen sich ohne Abwehr das Halfter anziehen lässt.

AAABER!: Caprivi hat völlig Recht mit den empfindlichen Halswirbeln, weshalb man zum Einen mit der "Fohlen-Acht" arbeiten sollte ( ein langes Seil wird um den Popo und die Brust des Fohlens achtförmig gelegt). Am Führstrick wird nur sanft gezupft, meistens reicht das auch schon. Legt das Fohlen den Rückwärtsgang ein/bockt los, kann mit mehr Kraft Druck über das Seil auf die Hinterhand ausgeübt werde bzw. das Fohlen mit dem Seil vor der Brust am losstürmen gehindert werden. Sobald das Fohlen solchermassen einen Schritt in die gewünschte Richtung macht, gründlich knuddeln und aufhören. Immer nur in Minieinheiten üben, dafür lieber mehrmals am Tag. Bestrafungen in jeglicher Form sind hierbei absolut unangebracht!!!

Zum Anderen gehört eine ganze Portion Erfahrung und Equidenverstand dazu, und daran mangelt es hier wohl.

Prinzessin, das meine ich nicht böse und will dich damit auch nicht angreifen, euer Fohlen (und dann auch noch Muli... Blinzeln ) war ja nicht geplant und ich findes es toll, das du dich hier informierst, aber "online" kann man halt nicht alles lernen, daher rate ich dir, dir mal einen Fohlen- gar Muli/Eselerfahrenen Menschen zu Rate zu ziehen und auch drüber nachzudenken, das Fohlen nicht bei euch im Stall, sondern in einem Aufzuchtstall mit "Profibetreuung" groß werden zu lassen (von wegen Fohlengesellschaft und so..). Am Besten lernen kann ein Fohlen von anderen Herdenmitgliedern, von Gleichaltrigen und Älteren.

Wenn das Fohlen nach anderen schlägt, frage ich mich zuerst, was haben andere an deinem Fohlen zu schaffen?

"eine auf den Hintern geben" ist hier jedenfalls auch nicht die Lösung. Fohlen sind verspielt und frech, und das soll man ihnen auch zugestehen. Natürlich sollte man Beissen und Schlagen, so es denn aus Übermut geschieht (und nicht, um sich zu wehren), unterbinden, dazu reicht aber ein lautes "Nein" und schnelles hinwenden zum Fohlen (so macht es auch die Mama, die quietscht oder schwenkt den Kopf, wenn es ihr zu bunt wird), oder ein energisches "wegschubsen". Danach aber sofort wieder freundlich sein. So lernen die Kleinen ganz schnell, das nur nette Fohlen gekrault werden.

Der Vergleich Säugling/ Fohlen hinkt ein wenig - ein Säugling ist ein völlig hilfloses Wesen, was soll man da erziehen wollen? Ein Fohlen kann rennen, treten, beissen, muss vielleicht Tierarzt/ Hufmensch an sich ranlassen, gar Hänger fahren, weil selbst oder Mama krank/verletzt und zu guter Letzt soll es später auf die eine oder andere Weise mit dem Menschen kooperieren, da kann man durchaus Grundsteine legen, behutsam und "Kindgerecht" eben!


Meinemeinung


Ich wünsche dir viel Erfolg, den richtigen Weg zu beschreiten!!

LG, Loony
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Gast87
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Geschlecht: Geschlecht:männlich
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Beiträge: 1498

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BeitragVerfasst am: 25.06.2012, 18:30    Titel:   Antworten mit Zitat

Da kann ich nur Loony ohne weitere Beifügung zustimmen . Auch ich bin der Meinung was Hänschen nicht lehrt , lernt Hans nimmer mehr . Die von Loony beschriebe Seiltechnik ist bei jeden Horse/Muleman üblich . Auch zum Führen bei Fohlen die nicht vorwärts wollen ist es eine gute Möglichkeit . Rein nur die Erziehung der Fohlenmutter oder anderen Weidegenossen ist nicht der richtige Weg . Da lernen sie ja nur was Pferde/ Mulis wollen , aber nicht der Mensch. Großes Lächeln

lg Helmut
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Prinzessin
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 20.06.2012
Beiträge: 18
Wohnort: 61169 Friedberg
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BeitragVerfasst am: 25.06.2012, 19:37    Titel:   Antworten mit Zitat

Danke, aber ihr habt mich ein wenig falsch verstanden. Meine Maus steht in einer Box und muss ca. 200 m auf die Weide gebracht werden. Sie läuft ihrer Mutter nicht mehr hinterher und deshalb geht sie am Strick. Unterwegs begegnen wir Pferde, Autos und Hunde. Sie kommt auf zuruf, kuschelt und lässt sich ohne Problem halftern. Wenn sie auf den Rückweg stehen bleibt und die Autos, Pferde, Radfahrer vorbei wollen, wußte ich nicht, was ich machen soll, aber vielen Dank für den Tipp mit dem Seil. Sie lässt sich anbinden und von den Kindern kraulen und füttern, sie zieht nicht am Strick oder ist böse. Ich bin nicht hier um runter gemacht zu werden, sondern um Tipps zu bekommen. Denn ich dachte, dass man sich hier austauscht.
Vielen Dank

_________________
Prinzessin Crissy
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SCHORSCH
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Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 573

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BeitragVerfasst am: 25.06.2012, 21:18    Titel:   Antworten mit Zitat

unser kleiner Mule fängt nun auch an zu "spielen". Dann handhabe ich es ähnlich wie loony- er wird weggeschubst (zB. er steigt mich an oder rempelt) und gut ist- ich beschäftige mich dann mit der Mama- so lernt er, dass man mit Menschen nicht spielt und Mensch sich nur einem zuwendet wenn man "brav" ist.

Lars wird- (sobald das Halfter endlich da ist!?!wir finden unser Fohlenhalfter nicht mehr!!!)) auch ans Halfter gewöhnt, ganz vorsichtig an den Strick, Hufe geben darf er vom ersten tag an, sich überall anfassen lassen auch. Es gibt immer Situationen, wo es nötig sein kann, ein Fohlen zu fixieren, deshalb sollten die das schon lernen. Mehr muss aber nicht sein. Ev. in den Hänger steigen neben der Mama (lose!) oder ins Wasser bei nem Ausritt- alles andere kommt später.
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sancho
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BeitragVerfasst am: 25.06.2012, 23:11    Titel:   Antworten mit Zitat

Genug Fohlenschauen wo die 2 und 3 Monate alten Fohlen an den Müttern fixiert sind, genug Kuschelfohlen die von nen Haufen Kindern aus der Hand gefüttert werden, genug Fohlen die ständig angetoucht werden ohne jemals den Individualbereich zu realisieren- Fohlen sind KEINE Kuscheltiere, genug nachgeplapperte Sprüche wie „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“oder „Jung druf, da machen se noch keinen Alarm!“, ich weiß,...ist Gang und Gebe von sogenannten Menschen mit Equidenverstand...ich sage, nein von Menschen mit Menschenverstand, dient nämlich alles der SICHERHEIT-hat aber mit Equidenverstand nicht viel zu tun finde ich!
Sorry, meine Sichtweise,
Danke Holger...ich bin deiner Ansicht und will damit niemanden „runter machen“...jeder so wie ers gelernt und verstanden hat...und Tipps gibt es in den Beiträgen doch ne Menge!
Zitat:
Der Vergleich Säugling/ Fohlen hinkt ein wenig - ein Säugling ist ein völlig hilfloses Wesen, was soll man da erziehen wollen?

Und der Vergleich mit dem Säugling hinkt nicht..nur EIN Beispiel...siehe hierhttp://www.kinderschutzbund-luenebu....ex.php?ag-schuettelkinder überforderte Kindseltern und überforderte Fohlenbesitzer gleichen sich da schon ziemlich!
aber darüber gibt es ja mehrere Ansichten, die jeder für sich als richtig oder falsch betrachten kann!
Zitat:
Wenn sie auf den Rückweg stehen bleibt und die Autos, Pferde, Radfahrer vorbei wollen, wußte ich nicht, was ich machen soll
"wußte ich nicht was ich machen soll"...Der Gedanke ist ein absolutes Tabu in der Equidenerziehung!
Rückweg =zur Box?
Zitat:
Sie tritt nach anderen Einstellern, nach mir aber nicht. Soll ihr jetzt schon eine auf den Hintern geben?
Warum tut sie so und warum willst du Ihr eine drauf geben? Erwarten das andere Einsteller von dir?
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Umlasten und verschieben von Gewicht, mehr ist Reiten nicht! Gib der Bewegung eine Chance und finde die Balance! © P.R.
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SCHORSCH
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BeitragVerfasst am: 26.06.2012, 07:26    Titel:   Antworten mit Zitat

Warum tut sie so

nun Fohlen tun das schon ab dem ersten Tag- sie lupfen den Hintern in Richtung der Mutter, testen bei anderen Fohlen oder Pferden an und natürlich auch an Menschen, die auf die Weide oder in die Box kommen. Und ich finde schon, dass Erziehung am ersten Tag beginnt. Ich meine nicht Ausbildung! - Erziehung-
die Stute bzw. die Herdenmitglieder weisen auch ab dem ersten Tag die Fohlen in die Schranken.
Manche Dinge sind einfach no go auch wenn es jetzt noch sooo putzig ist - in ein paar Monaten ist das dann nicht mehr putzig sondern schmerzhaft und gefährlich.
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loonylovegood
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Anmeldungsdatum: 19.09.2008
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Wohnort: Rhein-Lahn-Kreis
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BeitragVerfasst am: 26.06.2012, 08:00    Titel:   Antworten mit Zitat

sancho hat Folgendes geschrieben:

Und der Vergleich mit dem Säugling hinkt nicht..nur EIN Beispiel...siehe hierhttp://www.kinderschutzbund-luenebu....ex.php?ag-schuettelkinder überforderte Kindseltern und überforderte Fohlenbesitzer gleichen sich da schon ziemlich!


DAS ist jetzt aber wirklich an den Haaren herbeigezogen! Wow1 Mir ging es eher darum, den Unterschied im geistigen Entwicklungsstand zwischen Säugling und Fohlen zu verdeutlichen. Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Ein Säugling lernt mit Sicherheit nicht durch Schütteln, Mama nicht auf die Schulter zu k..tzen - ein Fohlen, das ich wegschubse, wenn es mich beissen will, macht das zwei-, dreimal und hat dann gelernt, das der Mensch das genausowenig duldet, wie ein anderes Herdenmitglied.

sancho hat Folgendes geschrieben:
"wußte ich nicht was ich machen soll"...Der Gedanke ist ein absolutes Tabu in der Equidenerziehung!


Sooo. Du weisst und wusstest also schon jeher, immer und in jeder Situation, was du machen solltest. Toll, absolut bewundernswert, ist aber halt nicht jeder so wahnsinnig intuitiv mit Equiden. Wie du vielleicht gelesen hast, hat Prinzessin selber gesagt, das sie nicht sehr Equidenerfahren ist, das Shetty für ihre Tochter gekauft hat und von dem Fohlen überrascht wurde. Da ist das schonmal so, das man was nicht weiss, darum fragt sie ja hier nach.

Jetzt fühlt sie sich (teilweise zu recht) hier "angemacht" und holt sich vielleicht keinen Rat mehr...Ein Bärendienst am unschuldigen Mulifohlen...
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sancho
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Beiträge: 590

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BeitragVerfasst am: 26.06.2012, 08:18    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:
Jetzt fühlt sie sich (teilweise zu recht) hier "angemacht" und holt sich vielleicht keinen Rat mehr...Ein Bärendienst am unschuldigen Mulifohlen..
Sorry, sollte mein Beitrag Dich verletzt haben! Das war nicht meine Absicht!

Zitat:
Sooo. Du weisst und wusstest also schon jeher, immer und in jeder Situation, was du machen solltest. Toll,
Nein, natürlich nicht, aber verletzte Eitekeit oder Stolz hat mich bei Kritik von anderen nie weiter gebracht!

Princessin, wenn du das mit der Fohlenacht machen willst, sieh dir diesen Beitrag an-da wird es kurz von Peter Kreinberg bei Minute 2 demonstriert- diese Methode ist nicht Strassen-Auto oder Fahrradfahrer geeignet!

http://www.youtube.com/watch?v=5EIjGpkUyAQ

Gruß und sorry für mein loses Mundwerk!!!

Schorsch, du hast Recht..aber allein die Dosis machts! meine Erfahrung nach sind die "schwierigsten" Tiere diejenigen, an denen man im Fohlen und Jährlingalter zu viel probiert hat rum zu erziehen. Fohlen haben viel Blödsinn im Kopf, testen, spielen. In der Herde bekommen sie die passende Ansage zur passenden Zeit, wenn sie die Grenzen überschreiten. Wir Menschen erkennen diese Grenzüberschreitung oft erst mal gar nicht oder handeln dann falsch oder sind selber grenzüberschreitend. Es gibt da eine Faustregel, "Je jünger das Tier, je erfahrener sollte der Mensch sein!" Ein Fohlen zu "erziehen" da gehört nun mal eine gehörige Portion Erfahrung zu!! Fohlen lernen jeden Tag ob mit oder ohne Menschen- Ob gutes oder schlechtes! Lernen sie gutes, ist es auch gut für uns, lernen sie schlechtes ist das schlecht für uns. In der Herde lernen sie zumindest nichts schlechtes!
Aber ich habe da ja nur eine Meinung unter vielen anderen.

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loonylovegood
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BeitragVerfasst am: 26.06.2012, 10:21    Titel:   Antworten mit Zitat

Sancho, falls du mich meinst, mich hat dein Beitrag nicht verletzt, hab mich ja auch nicht angesprochen gefühlt Großes Lächeln

Verletzten Stolz und Eitelkeit hab ich jetzt auch nirgendswo entdecken können in diesem Thread.

Das, was in dem Video zu sehen ist, ist erstes Üben mit der Fohlenacht. Das sollte man selbstverständlich nicht im Strassenverkehr tun. Zudem ist die Muliprinzessin ja ein gutes Stück kleiner, da käme der Mensch wohl etwas besser mit dem rumgehopse klar (ergo - sie lernt auch schneller, das "sich wehren" nix bringt und man bei Kooperation schnell wieder seine Ruhe hat).

Jeder darf und soll seine eigene Meinung haben und vertreten. In einem Forum, wo die visuelle Kommunikation ausgeschaltet ist und man seine Worte nicht durch Mimik und Gestik unterstreichen oder entschärfen kann, finde ich nur eine etwas behutsamere Wortwahl wichtig, damit spreche ich aber eher Caprivi an. Man kann ja deutlich machen, das man eine andere Auffassung zum Thema Fohlenerziehung hat, aber so "laute" Sätze wie "um Gottes Willen" "bringt meinen Puls zum rasen" usw. erzeugen dann doch eher Widerstand (natürlich war die Formulierung "einen auf den Hintern geben" von Prinzessin auch nicht glücklich... Augen rollen (sarkastisch) ). Sachlich seinen Standpunkt wiedergeben, ohne anzugreifen, dann fühlt sich auch keiner angemacht. Ich fänd's jedenfalls schade, wenn Prinzessin sich nun zurückzieht und wir ein Forumsfohlen weniger hätten... Sad Smiley 002 Thumbsdown
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SCHORSCH
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Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 573

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BeitragVerfasst am: 26.06.2012, 10:28    Titel:   Antworten mit Zitat

Schorsch, du hast Recht..aber allein die Dosis machts! meine Erfahrung nach sind die "schwierigsten" Tiere diejenigen, an denen man im Fohlen und Jährlingalter zu viel probiert hat rum zu erziehen. Fohlen haben viel Blödsinn im Kopf, testen, spielen. In der Herde bekommen sie die passende Ansage zur passenden Zeit, wenn sie die Grenzen überschreiten. Wir Menschen erkennen diese Grenzüberschreitung oft erst mal gar nicht oder handeln dann falsch oder sind selber grenzüberschreitend. Es gibt da eine Faustregel, "Je jünger das Tier, je erfahrener sollte der Mensch sein!" Ein Fohlen zu "erziehen" da gehört nun mal eine gehörige Portion Erfahrung zu!! Fohlen lernen jeden Tag ob mit oder ohne Menschen- Ob gutes oder schlechtes! Lernen sie gutes, ist es auch gut für uns, lernen sie schlechtes ist das schlecht für uns. In der Herde lernen sie zumindest nichts schlechtes!
Aber ich habe da ja nur eine Meinung unter vielen anderen.


@Sancho, da bin ich wieder voll bei Dir. So machen wir das auch. Unsere Stutfohlen wachsen in einer altersgemischten Herde auf, die Hengstfohlen gebe ich zur Aufzucht in eine "männerherde" -dort sind in jeder Hengstfohlen gruppe (ca.8-10) immer 1oder 2 alte Wallache dabei. Hat sich bewährt- die Tiere kommen unverdorben zurück. Aber das ABC haben sie schon in den ersten Monaten als Saugfohlen gelernt - und sie können das alles noch wenn sie mit 4 von der Weide kommen.

@ Loony - schön, dass Du hier so sachlich moderierst und die Mißverständnisse ausräumst.

Sachlich bleiben- gilt für alle!

@Prinzessin- frag uns Löcher in den Bauch! Ich kann mir schon vorstellen, dass Du mit diesem Überraschungsfohlen oft an Grenzen stößt - fragen, fragen , fragen
Wir wissen zwar auch nicht alles, aber so mancher Tipp wird schon dabei sein..........

Gruppe
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carol_kaye1
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Beiträge: 751
Wohnort: Großraum Stuttgart
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BeitragVerfasst am: 26.06.2012, 10:41    Titel:   Antworten mit Zitat

loonylovegood hat Folgendes geschrieben:
Jetzt fühlt sie sich (teilweise zu recht) hier "angemacht" und holt sich vielleicht keinen Rat mehr...Ein Bärendienst am unschuldigen Mulifohlen...

Richtig Loony. Unsere Tiere lehren uns Geduld, Diplomatie und Sachlichkeit, und die gleichen Ausbildungsgrundsätze die wir in der Equidenausbildung ansetzen sollten auch im zwischenmenschlichen Umgang gelten.

Chrissy hat sich Rat geholt (wohl wissend dass sie Unterstützung brauchen kann, ist es doch ihr erstes und noch dazu ungeplantes (Muli-)Fohlen), und allzu harsche Worte bewirken oft das Gegenteil. Wenn Ihr der kleinen Prinzessin und ihrer Besitzerin auf dem Start in ein gutes Leben wirklich helfen wollt ist etwas Diplomatie auch bei anderslautenden Meinungen angebracht. Wave0000

Nicht zu vergessen: Horsemanship und das restliche Leben lassen sich nicht voneinander trennen.


Viele Grüße und Dir Chrissy weiterhin alles Gute mit der Kleinen - viele richtige Dinge sind weiter oben schon gesagt worden!
Elke

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“Think for yourself. Question authority”. Timothy Leary
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